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Saving Philotas

Philotas is a teenager. Philotas is a prisoner of war. Philotas will commit suicide. That is how the story is supposed to go. However, a group of Jewish and Arab teenagers from Ironi Aleph and Ajyal High School look for an alternative. Can they save Philotas from his own story, and what will they find on their way?

Dates: July 15th 20oo and July 16th 16oo & 20oo 2012 at Arab Hebrew Theatre, Jaffa

A production by: grissmer/walther/kriese for Neue Dringlichkeit in co-operation with the Zurich University of the Arts, Jaffa Theatre – the Arab-Hebrew Theatre Centre, Ironi Aleph and Ajyal High School

Directed by: Marcel Grissmer, Miriam Walther Kohn & Christopher Kriese

Production Assistent: Sascha Lara Bleuler

Lights: Nadav Barnea

Actors: Ahmad Abu Seif, Asil Siksek, Caroline Shahin, Laura Lambez, Layla Toukhy, Lenny Hassin, Shaul Shasag, Nana Traub, Nivin Tourk, Shoham Yekutieli, Shireen Abu Aklin

Many Thanks to: David Steinberg, Jalal Toukhy, Ravid Sevil, Igal Ezraty, Oded Littmann, Ori Kobi, Avital, Liliana Heimberg, Res Bosshart, Amos Ponger, Jael Wyler, Sofi Farra

Some content in German:

SAVING PHILOTAS

EIN PERFORMATIVER VERSUCH

MIT JÜDISCHEN UND ARABISCHEN JUGENDLICHEN

IN ISRAEL EINE FIGUR ZU RETTEN

frei nach Gotthold Ephraim Lessing

Pressetext Philotas ist ein junger Prinz. Hochmotiviert zieht er in seine erste Schlacht, gerät aber sofort in Kriegsgefangenschaft. Auf die Frage, wie er seinem Vaterland so noch dienen kann, findet er eine fanatische Lösung: er begeht Selbstmord.  Marcel Grissmer, Miriam Walther Kohn und Christopher Kriese befragen in Tel Aviv zusammen mit Jugendlichen das Schicksal von Lessings Titelhelden und schreiben es um – auf der Bühne und im Film. Das Projekt entsteht an der jüdischen Aleph High School und der arabischen Ajyal High School, die für das Projekt erstmals kooperieren. Das Projekt feiert am 15. Juli im Arab-Hebrew Theatre in Jaffa Premiere, das sich der Verständigung beider Kulturen verschrieben hat. Der Prozess des gemeinsamen Theater-Machens hier zur Metapher für ein friedliches Miteinander der kommenden Generation. Um diese Metapher zugänglich zu machen, entsteht ein Film, der die Erarbeitung des Projektes und seine Bezüge zum Nahost-Konflikt reflektiert. Auch die Jugendlichen werden filmen und somit persönliche Einblicke in ihren Alltag ermöglichen. Ein Projekt von grissmer/walther/kriese für NEUE DRINGLICHKEIT

Inhalt Als Kriegsgefangener glaubt der junge Prinz Philotas, er könne seinem Vater und seinem Land am besten dienen, indem er Selbstmord begeht, damit sein Vater, der König, nicht durch ihn erpressbar wird. Lessing lässt Philotas, nicht lange zögern und stürzt ihn entschlossen in den Suizid. SAVING PHILOTAS stellt zu Beginn die Frage: Können wir vielleicht Philotas retten? Indem die Jugendlichen sich mit Philotas und seiner Lebenswelt auseinandersetzen, setzen sie sich auch mit sich selbst und ihrer eigenen Lebenswelt als arabische und jüdische Jugendliche in Israel auseinander. Ihre komplexe und widersprüchliche Lebensrealität bricht schliesslich, wie auch das deutsch-jüdisch-arabische Produktionsdreieck, in das Bühnengeschehen um Philotas ein. Von Lessings Original bleibt auf der Bühne nicht viel übrig, die Aufführung basiert auf den Erfahrungen und Expertise der Teilnehmer_innen. Schlussendlich müssen sie nicht die Frage beantworten, ob und wie sie Philotas retten können, sondern vor allem, ob und wie sie sich selbst retten können.

Umsetzung Marcel Grissmer, Miriam Walther Kohn und Christopher Kriese nähern sich mit den Jugendlichen mittels Autodokumentation und performativer Arbeit der Figur Philotas. Das Stück SAVING PHILOTAS, das dabei entsteht, ist die Geschichte dieser Auseinandersetzung und der Folgen, die sich aus ihr ergeben. Die Auseinandersetzung geschieht mit theatralen und theaterpädagogischen Mitteln. Andereseits geschieht sie durch das Medium Video. Sowohl die Spieler_innen, als auch das Regie-Team sind aufgefordert mit Videokameras ihren Alltag während der Produktion zu dokumentieren. So entsteht Live-Bühnenmaterial und Filmmaterial, das miteinander verwoben wird. Das Stück dokumentiert seine Entstehungsgeschichte und die Grenzen zwischen Prozess und Produkt verschwimmen. Aus diesem Material entstehende Filmsequenzen werden zudem laufend auf einem Video-Blog veröffentlicht, sodass der Prozess, die Erfahrungen und die Ergebnisse mit einer globalen Öffentlichkeit geteilt werden können.

Ensemble Acht bis zehn arabische und jüdische Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus Jaffa (Israel) und Umgebung. Das Regie-Team ist Teil des Ensembles und tritt auf der Bühne in Erscheinung. Zudem stehen dem Regie-Team Nivin Maklouf und Oded Littman als Berater_innen für interkulturelle Fragen zur Seite.

Zeitraum Im Sommer 2011 fand eine Recherchereise nach Israel und Palästina statt. Dabei entstanden erste Kontakte zu Theatern vor Ort und Ideen für ein Stück. Im Winter 2011/12 wurde das Konzept unter Verhandlungen mit dem Hebrew-Arab-Theatre für eine Koproduktion fertiggestellt. Im Februar 2012 ging die Spielstättenbestätigung ein. In der ersten April Woche findet ein Kennenlern-Workshop für die Teilnehmer_innen statt. Proben beginnen Anfang Mai 2012. Aufführungen sind vom 15. bis 20. Juli.

Produktionsrahmen SAVING PHILOTAS ist eine Koproduktion der Zürcher Hochschule der Künste und dem Arab-Hebrew Theatre, Jaffa, Israel, wo die Produktion stattfindet. Es ist das Master-Projekt von Marcel Grissmer im Masterstudiengang Theaterpädagogik. Die Supervision liegt bei Liliana Heimberg und Res Bosshart. Zusätzlich wird die Produktion von dem Co-Director des Arab-Hebrew-Theatre Igal Ezraty betreut.

Aufzeichnung der Vorstellung im Arab-Hebrew Theater

 

 

Aus der Arbeit Saving Philotas entstand der Dokumentarfilm Tel Aviv – Yafo 2042, den man sich unbedingt ganz anschauen sollte ;)

 

 

Impressionen

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