Ein Kommentar zu “TAHRIR SQUARE IS EVERYWHERE

  1. ja! diesen text würde ich sofort mit unterschreiben und doch fühle ich ketten, die mich irgendwo anbinden und das kleine gnömchen, dass mir in die ohren flüstert, dass ich doch keine ahnung habe und zu schnell zu viele denkfehler mache. wieso ist das denn? ist es wirklich nur meine eigene feigheit, die mich zurückhält mich zu weit aus dem fenster zu lehnen? da draussen auf der strasse meine ich. denn in dieser blackbox des theaters, da fühle ich mich mutig und zu hause. da habe ich keine angst einen fuss irgendwo falsch aufzusetzen. liegt es daran, dass ein theaterstück keine konsequenzen mit sich zieht, die ausserhalb des theaterraumes zur geltung kommen? muss das so sein? wenn das so wäre, dann müsste ich ja jetzt sofort aufhören theater zu machen. oder ist einfach die macht die das theater haben könnte bei uns noch zu wenig funktional? im sinne des potenzials der gemeinschaftsbildung zwischen zuschauer und akteur oder zuschauer und zuschauer. oder ist noch keine notwendigkeit eingetroffen, diese gemeinschaft zu nutzen? dies ist doch eigentlich eine super prämisse. an einem theaterabend lässt man sich doch auf den deal ein, des zuhörens und mitdenkens. (hoffe ich zumindest). wo bleibt eigentlich das mitreden? und dies alles geschieht oder geschieht nicht in einem freiheits-raum. eigentlich ist der theaterraum der beste ort politisches zu verhandeln, da er vor allem im deutsprachigen raum frei ist. eben konsequenzlos, was die welt ausserhalb der vier schwarzen wände betrifft. aber vielleicht ist das primär nichts negatives, sondern die eigentliche stärke. – wir proben zukünftige gesellschaftliche systeme im theater. – wir benutzen den theaterraum als denkraum, in dem wir uns vom tisch lösen und unterschiedliche situationen/handlungen gegenüberstellen und somit die denk-prozesse im raum erfahrbar machen. – ich will nicht, dass das theaterpublikum nach einem abend leicht berührt abendessen geht. sie sollen aus dem theater rauskommen, die herzen und köpfe müssen brennen und der wunsch sich eine weinflasche zu kaufen und gemeinsam an einer langen tafel, bis die vögel draussen wieder zwitschern, über den menschen und seine taten oder nicht-taten, diskutieren. dabei soll nicht nur gesprochen, sondern ebenfalls getanzt und gefeiert werden.

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