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„Wie können wir leben? – Wie können wir arbeiten?“

50 Studierende aller Disziplinen kommen eine Woche auf einer Burg zusammen, um sich diesen Fragen mit kritischer Naivität zu stellen. Wir verhandeln in was für einer Gesellschaft wir leben wollen und wie wir unsere Visionen erreichen. Ziel ist die Vernetzung engagierter junger Menschen, der Austausch von Ideen und der Beginn konkreter Projekte.

Kurzbeschrieb

Die studentische Initiative “Neue Welt – Labor mit Utopieverdacht“ bringt 50 Studierende aller Diszipline vom 27. Juli bis 2. August 2015 auf der Burg Rothenfels bei Würzburg zusammen. Konfrontiert mit dem Wandel der Arbeitswelt widmen wir uns den drängenden Fragen: „Wie können wir leben? – Wie können wir arbeiten?“. Davon ausgehend suchen wir mit experimentellen und  transdisziplinären Dialogformen nach Visionen und konkreten Projekten für die Welt von morgen.

Wir kollaborieren und lernen voneinander, vernetzen uns, um unsere Visionen unter Utopieverdacht zu konkretisieren und zu verwirklichen. Durch die Verzahnung unserer unterschiedlichen Erfahrungen, Kompetenzen und kreativen Energien befähigen wir uns, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

Das Ziel des experimentellen Labors ist die Formulierung visionärer Entwürfe, wie wir in Zukunft leben und arbeiten wollen und die Erarbeitung daraus folgender Aktionen und Projekte. Im Anschluss entsteht eine filmische Dokumentation des Labors und eine Publikation der Ideen.

Neue Welt denken. Neue Welt schaffen. Vision entwickeln. Vision umsetzen.

Datum: Montag, 27. Juli bis Sonntag 2. August 2015

Ort und Reise: 250 Franken für Frühbucher (bis 30. April). Für Spätentschlossene 300 Franken. In den Kosten inbegriffen sind: Reise aus Zürich, Übernachtung und Verpflegung.

Anmeldung unter: utopieverdacht@gmail.com / First come first served / Anmeldeschluss ist der 30. Juni

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/utopieverdacht

MELDET EUCH AN! WIR FREUEN UNS AUF EUCH!  Julian, Samuel und Miriam

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AUSFÜHRLICHER ZUM LABOR

Begründung

Der Economist schreibt, die dritte industrielle Revolution würde das Verständnis von Arbeit radikal ändern. Zukünftige Jobs würden mehr Flexibilität und Möglichkeiten, aber auch mehr Risiken und Unsicherheiten bringen. Wir lesen auch immer wieder, dass für uns junge Menschen die Altersvorsorge alles andere als sicher sei, es drohen Altersarmut, Arbeit statt Ruhestand. Wir hören vom demographischen Wandel, blicken mit Hoffnung oder Sorge auf immer mehr Migration und die Abschottung Europas. Wir hören von Fachkräftemangel, Notenbankentscheidungen, Finanzkrisen, aufstrebenden Wirtschaftsmächten und von Bürgerkriegen. Wir nehmen die Welt und unsere Rolle darin als widersprüchlich wahr – voller privater Möglichkeiten und öffentlicher Ohnmacht.

JournalistInnen schreiben über gesellschaftliche Umbrüche, die auf uns zukommen. WissenschaftlerInnen publizieren ein Paper nach dem anderen und sagen uns, dass sie vor lauter Publizieren gar nicht mehr forschen können. ArbeitgeberInnen und ProfessorInnen warnen uns vor der unsicheren Arbeitswelt. SoziologInnen und ArbeitspsychologInnen legen uns unseren Standpunkt dar, raten uns zu Selbstvermarktung und “lebenslangem Lernen”. Über unsere Generation wird viel geschrieben und geurteilt. Die meisten übersehen dabei die tatsächlichen Dringlichkeiten, denen wir uns stellen müssen, aber auch die Chancen, die sich uns bieten. Daraus ergibt sich für uns der Eindruck, dass die älteren Generationen in der heutigen komplexen und vielstimmigen Zeit keine ausreichenden Antworten mehr haben. Und was macht der Nachwuchs? Polemisch gesagt, arbeiten wir uns verunsichert an überholten Karrieremustern ab und versuchen, bis zum Eintritt in die kollabierenden Rentensysteme unsere Work-Life-Balance zu optimieren. Da bleibt allzu oft kein Freiraum für kritische Reflexion.

Jedoch: Neue Ideen können gedacht, neue Wünsche umgesetzt, neue Welten gelebt werden. Das Labor mit Utopieverdacht sucht nach diesen Ideen und Wünschen. Es erprobt die Welt, in der wir arbeiten und leben wollen und können. Es geht darum, reflektiert vorwärts zu denken und aktiv Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Diese Aufgabe kann und wird uns niemand abnehmen. Die Räume dafür müssen wir uns selbst schaffen. Das tun wir mit diesem Labor. Wir haben die Möglichkeit, die Welt zu verändern. Wir nutzen sie – dann muss Utopie nicht Utopie bleiben.

Praxis und Struktur des Labors

Das Labor dauert sieben Tage. Der erste Tag dient der Anreise und dem Kennenlernen. Der letzte dem Feedback und der Abreise. Es bleiben fünf inhaltliche Tage, wovon am Dritten eine Wanderung mit Impulsstationen stattfindet, die unstrukturierte und spielerische Diskussionen ermöglicht.

Am ersten inhaltlichen Tag befassen wir uns mit der Frage: Wie können wir arbeiten, wie leben? Am zweiten Tag befassen wir uns mit der Frage: In was für einer Gesellschaft können wir das tun? Am vierten Tag entwerfen wir praktische Methoden, um unsere Visionen zu erreichen. Am fünften Tag übersetzen wir die entwickelten Methoden in konkrete Projektideen. Diese Projekte präsentieren wir am Ende in einer grossen Laborschau.

Die fünf inhaltlichen Tage sind immer in einen theoretischen, einen praktischen und einen kreativen Teil strukturiert.

Der theoretische Teil besteht aus Impulsreferaten, die die technologischen, ökonomischen, ökologischen und künstlerischen Entwicklungen unseres Jahrhunderts thematisieren. Vorgetragen und vorbereitet von den TeilnehmerInnen des Labors.

Der praktische Teil reflektiert die Theorie und führt sie in experimentelle, anwendungsorientierte Ansätze über. Dies in Kleingruppen von fünf bis zehn TeilnehmerInnen. Die Kleingruppen dokumentieren ihre Arbeit so, dass jeweils ein, in der Form frei wählbarer, Output generiert wird, der allen TeilnehmerInnen vorgestellt wird und sich im grossen Laborraum manifestiert.

Der kreative Teil am Abend dient dazu, die Strukturen des Tags aufzubrechen, und in offenen Gesprächsrunden, Gruppenspielen oder Improvisationstheater die Themen des Tags anders zu erfahren. Natürlich gibt es auch eine kreative Morgenstunde, für die sportwilligen unter den TeilnehmerInnen, um Geist und Körper in Einklang zu bringen.

Wir laden Gäste älterer Generationen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ein. Diese sind ebenso Teil des Labors, wie die jungen TeilnehmerInnen. Die Anwesenheit und die Gedanken dieser Gäste fordert die Studierenden unter anderem dazu auf, die zu erforschenden Fragen in einen historischen Kontext zu stellen. Wir sind davon überzeugt, dass eine Veränderung der Welt nur möglich ist, wenn die jungen mit den älteren Generationen auf Augenhöhe zusammen arbeiten.

Organisations-Team

Julian Renninger (*1989 in Pegnitz) wuchs in Deutschland und der Schweiz auf. Nach seiner Matura arbeitete er einige Zeit bei der Credit Suisse und reiste durch Osteuropa und besuchte mehrere Male Japan. Seit 2009 studiert er Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich, zwischenzeitlich auch Japanologie. Er war Gründungsmitglied des neu geschaffenen Studierendenverbands VSUZH als öffentlich-rechtliche Körperschaft und stellte von 2013 bis 2014 zusammen mit Oriana Schällibaum das erste Co-Präsidium. Julian Renninger ist in vielen Universitären Kommissionen aktiv (unter anderem im Universitätsrat und im Senat), sowie in diversen Universitären Stiftungen (unter anderem die Stiftung Darlehenskasse oder der Solidaritätsfonds). Desweiteren engagiert er sich auch für die Qualitätssicherung an den Hochschulen und ist Mitglied des Europäischen Quality Audit Pools der Studierenden. Seit 2014 arbeitet er als freier Journalist für NZZ Campus. Er begleitet die Universitätspolitik an der Universität Zürich kritisch und schreibt Reportagen für das NZZ Campus Magazin.

Samuel Eberenz (*1988 in Donaueschingen) wuchs in Süddeutschland auf und lebt nach Zivildienst in Tansania und Grundstudium der Ozeanographie und Meteorologie in Kiel seit September 2013 in Zürich.

Miriam Walther Kohn (*1987 in Winterthur) wuchs in Brasilien und in der Schweiz auf. Nach der Matura studierte sie zeitgenössischen Tanz in New York am Tanzkonservatorium The Alvin Ailey School und bei Janet Panetta. Nach ihrem Studium arbeitete sie in Zürich, New York, Berlin und Wien als Regieassistentin, Choreografin, Tänzerin und Regisseurin. Seit 2009 studiert sie Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste. Zurzeit schliesst sie ihr Masterstudium ab. Sie ist Gründungsmitglied des transdisziplinären Kollektivs NEUE DRINGLICHKEIT, welches in Zürich basiert ist und 2010 gegründet wurde. Das Kollektiv NEUE DRINGLICHKEIT, hat sich dem Versuch verschrieben, die Rahmen „Kunst“ und „Politik“ und „Leben”, aber auch die Disziplinen-Rahmen innerhalb der „Kunst“ aufzuweichen, zu überlagern, zu brechen. www.nd-blog.org. Aufgrund der Arbeit im Kollektiv arbeitete sie in den letzten drei Jahren vermehrt in Israel, Russland und Deutschland. Zurzeit arbeitet sie ebenfalls mit dem Theaterkollektiv Markus&Markus und dem Kollektiv Destiney’s Children. Seit November 2013 co-leitet sie die Aktionsgruppe des Maxim Theater Zürich. Hauptsächlich arbeitet sie als Regisseurin, Kuratorin, Performerin und Produktionsleiterin. Weiterhin ist sie stark am kulturpolitischen Kontext interessiert und ist aufgrund dessen seit April 2014 im Vorstand von ACT Zürich und ab Mai 2015 im Vorstand von ACT CH (Berufsverband Freischaffender Künstler) tätig. Ab September 2015 nimmt sie das Studium der Rechtswissenschaft auf.

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